Noah's Life: Große Liebe - Buchcover

Mein Liebesroman webt sich wie ein leuchtender Faden durch Kölns queeres Herz – zwischen Clubs, Straßenlaternen, Sehnsucht und dieser stillen Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn keiner hinschaut?

Im Mittelpunkt steht Noah Becker, 21, sanft, verletzlich und dennoch voller glimmender Hoffnung. Er lebt in Köln, doch sein Herz hat einen Abstecher nach Berlin nie ganz verlassen. Dort traf er Leon Winter, 23, charmant, warm, ein bisschen kaputt und gefährlich nah. Eine Verbindung, die nie richtig begann und nie ganz endete – und Noah seither im Innersten zieht.

Zurück in Köln versucht Noah, sein Leben neu zu sortieren: Pascal, laut, glitzernd, unberechenbar, ist sein bester Freund und Schleuderanker. Felix, reich, ruhig, verschlossen, ringt mit seinem eigenen Coming-out und wirft Schatten und Licht zugleich auf Noahs Alltag. Jay, Joel, Sean, Chris, Toni, Tim – Figuren, die wie Sternschnuppen vorbeiziehen und doch jede ein kleines Licht im Roman sind.

Der Roman folgt Noah durch spontane Roadtrips nach Hamburg und Amsterdam, durch Nächte im Mumu und Morgen nach viel zu wenig Schlaf, durch Gespräche, die wehtun, und Momente, die heilen. Immer wieder taumelt er – zwischen Partys und Pausen, Mut und Selbstzweifel, Nähe und Distanz.

Und dann ist da immer noch Leon. Die große Frage: Ist Liebe überhaupt möglich, wenn man sich selbst noch nicht gefunden hat?

Noah's Life – Große Liebe ist eine Reise. Ein Coming-of-Age-Roman über Identität, Freundschaft, queere Räume, Sehnsucht, Hingabe – und den Mut, sich selbst in den Armen zu halten, bevor man jemand anderen lieben kann.

Genre
Queerer Liebesroman
Setting
Köln, Berlin, Hamburg
Status
In Arbeit

Leseprobe

Tauche ein in Noahs Welt – eine Nacht im Club, die Realität verschwimmt, und eine Begegnung, die alles verändert.

„Nice, es läuft Lady Gaga, lass uns schnell wieder tanzen!", ruft Pascal zu Noah, der gerade am Eingang seines Lieblingsclubs steht. Wie er hierhergekommen ist, daran kann er sich nicht erinnern. Es fühlt sich komisch an – alles um ihn herum wirkt irgendwie gedämpft, fast surreal. Pascal greift nach seiner Hand und zieht ihn mit sich die Treppe hinunter in den Club. Die Musik wird lauter, je weiter sie gehen, und als sie die Tanzfläche erreichen, läuft tatsächlich „Rain on Me" von Lady Gaga. Die Luft ist schwer und heiß von Schweiß und Parfüm, während sich die Menge bewegt wie eine Welle, die in einem unaufhörlichen Rhythmus pulsiert.

Pascal führt Noah zielsicher den Gang entlang, vorbei an den Toiletten, wo sich zwei Männer lachend umarmen, und der Bar, an der ein Barkeeper mit einem funkelnden Piercing Drinks in die Luft wirbelt. Schließlich erreichen sie die Tanzfläche, die voller junger, halbnackter Männer ist, die sich im Rhythmus der Musik wiegen. Noah bleibt einen Moment stehen und sieht sich um. Die Gesichter, die Körper – sie alle sehen aus, als wären sie einer perfekten Illusion entsprungen. Doch etwas ist falsch. Er kennt keinen von ihnen, obwohl es sein Lieblingsclub ist, in seiner Stadt, wo er doch fast jeden kennt.

„Pascal, was ist hier los?", fragt Noah schließlich, doch Pascal reagiert nicht und tanzt einfach weiter, als ob er in einer anderen Welt wäre. Noah runzelt die Stirn. Hat er zu leise gesprochen? Er versucht es erneut, diesmal lauter: „Pascal, weißt du, wer die alle sind?" Wieder keine Antwort. Stattdessen lacht Pascal leise und dreht sich mit geschlossenen Augen zur Musik. Noah will ihn erneut ansprechen, als plötzlich neben Pascal ein junger Typ auftaucht. Er hat schwarze, verwuschelte Haare, die ihm lässig in die Augen fallen, und ein Lächeln, das Noah den Atem raubt. Seine braunen Augen funkeln im gedämpften Licht der Clublichter.

Noah verliert Pascal aus den Augen und starrt nur noch den Fremden an. Er trägt kein T-Shirt, und die Muskeln an seinem Oberkörper scheinen sich mit jedem Atemzug zu bewegen. Perfekte Proportionen, denkt Noah unwillkürlich, während sein Herz schneller schlägt. „Hey, ich bin Lukas. Willst du was trinken?", fragt der Fremde mit einer tiefen, ruhigen Stimme, die in Noahs Ohren widerhallt. Er streckt Noah die Hand entgegen, und seine Finger scheinen im grellen Licht der Disco fast zu glühen. Noah zögert kurz, aber dann greift er zu. Kaum berührt er Lukas' Hand, verschwimmt alles um ihn herum. Die Musik wird dumpf, die Lichter verblassen, und bevor er sich versieht, wird alles schwarz.

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